Toxoplasma gondii und unser Gehirn

//Toxoplasma gondii und unser Gehirn

Toxoplasma gondii und unser Gehirn

Auch wenn es gar nicht schön ist, es ist wichtig hinzuschauen: Infektionen mit Parasiten kommen viel häufiger vor als man denkt. Sogar sie konventionelle Medizin ist sich dessen inzwischen wieder mehr bewusst. Toxoplasma gondii ist solch ein Parasit und zwar ein ganz perfider! Eigentlich ist er ein Krankheitserreger bei Katzen. Doch er braucht als sogenannte Zwischenwirte Säugetiere, um seinen Entwicklungszyklus komplett zu durchlaufen. Normalerweise sind vor allem Nagetiere Zwischenwirte, doch es kann auch der Mensch befallen werden. Das Dumme daran ist: Wer ihn einmal hat, wird ihn nicht so leicht wieder los …

 

Toxoplasma gondii ist ein Parasit, den vielleicht manch eine/r von Schwangerschaften her kennt: Schwangere sollten sich von Katzen und insbesondere von Katzenkot fernhalten, denn infizierte Katzen können diesen Parasiten ausscheiden. Ebenfalls aus Vorsicht vor einer Toxoplasma-Infektion sollten Schwangere kein rohes Fleisch essen, denn von den Katzen ausgehend können auch Schweine und Rinder betroffen sein.

 

Bei einer Infektion einer Schwangeren durch diesen Parasiten kann für das Ungeborene große Gefahr drohen. Es kann zu einer Frühgeburt oder zu Schäden an Leber, Lunge, Gehirn, Augen und mehr kommen. Geistige Behinderungen können die Folge sein. Bei Erwachsenen dachte man bisher, dass die Infektion mit Toxoplasmose eher harmlos ist. Tatsächlich verläuft eine akute Ansteckung mit dem Parasiten in 90 % der Fälle vollkommen symptomlos. Doch es passiert dennoch etwas …

 

Nager sind die richtigen Zwischenwirte

Bei Nagetieren wurde inzwischen häufig beobachtet, dass die Tiere seltsame Verhaltensweisen an den Tag legen, wenn sie infiziert sind: Mäuse und Ratten verlieren ihre Scheu vor Katzen. Sie zeigen nicht nur keine Angst mehr, wenn sie den Geruch von Katzen riechen – Infizierte scheinen den Geruch sogar zu mögen! Für den Parasiten ist das eine optimale Sache: Das kleine Tier geht auf jeden Fall bald einer Katze in die Fänge und damit ist Toxoplasma gondii dort angekommen, wo er hin will. Doch wie schafft dieser Parasit es, das Verhalten von Tieren so stark zu ändern? Die Antwort ist gemein: Toxoplasma gondii wandert in das Gehirn der infizierten Nager und greift dort in den Stoffwechsel ein. Die Maus wird zum Katzenfreund.

 

Wenn das bei der Maus so funktioniert …,

… was passiert dann bei einem infizierten Menschen?

So ganz genau weiß man das noch nicht. Aber es gibt Untersuchungen, die nichts Gutes vermuten lassen: Trotz Antibiotika-Therapie kann der Erreger im Körper verbleiben. Er bildet dafür Zysten, die resistent sind gegen die Medikamente. So entsteht eine chronische Infektion, die das Immunsystem belastet und zu chronischen Müdigkeitszuständen und vielen Unverträglichkeiten führen kann. Und das ist nicht alles, auch bei Menschen scheint T. Gondii ins Gehirn zu wandern und dort einzugreifen: Menschen mit dem Parasiten scheinen bestimmte Verhaltensmuster häufiger zu entwickeln als Nicht-Infizierte. Und es gibt eine deutliche Häufung von Toxoplasmose-Funden bei Menschen mit Demenz, Schizophrenie oder Angststörungen. Tatsächlich weiß man, dass Schizophrene, die eine deutliche Abnahme ihrer Hirnmasse zeigen, fast immer mit diesem Parasiten befallen sind. Und Menschen, die Selbstmordtendenzen haben, sind ebenfalls auffallend häufig mit Toxoplasma infiziert.

 

Toxoplasma gondii – chronische Infektion und Behandlung

Das Dumme ist, dass die Behandlung von chronischen Infektionen generell nicht einfach ist. Bei Toxoplasma gilt wie so oft: Eine Antibiotika-Therapie ist nicht wirkungsvoll. Man muss da schon weiter denken. Die eben beschriebenen Zysten, die als Dauerorgane im Menschen verbleiben, setzen sich vor allem in Nerven- oder Muskelzellen. Dort kommt kaum ein Medikament in ausreichender Menge hin. Die Lösung kann nur heißen, den Betroffenen und sein gesamtes Körpersystem zu unterstützen und seine Selbstheilungskräfte optimal anzuregen. Dazu ist die ganzheitlich und ursachenoritentierte Mitochondriale Medizin bestens geeignet. Wir vom BMC untersuchen unsere Patienten schon seit vielen Jahren auf chronische Infektionen – auch auf Toxoplasma. Dass wir diese Infektionen auch bekämpfen können, ist sicher einer der Schlüssel unseres Therapiekonzeptes, die ausmachen, dass es so gut funktioniert.

 

Vermuten Sie bei Sich auch eine chronische Infektion, die Ihren Körper übermäßig belastet? Oder leiden Sie unter Angststörungen oder anderen psychischen Problemen und wollen untersuchen lassen, ob ein gemeiner Parasit dahinter steckt?

Rufen Sie uns an! Wir informieren Sie gerne oder vereinbaren mit Ihnen einen Termin.

 

 

By |2019-02-27T17:39:13+00:00Februar 27th, 2019|Allgemein|2 Comments

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2 Comments

  1. Andreas Winter 3. März 2019 at 14:43 - Reply

    Vielen Dank für diesen äußerst interessanten Artikel! Kaum zu glauben, was Infektionen alles bewirken und auslösen können! Und traurig, dass die Schulmedizin in diesen Fällen immer noch den klassischen Weg geht und nicht über den Tellerrand sieht.

    • Dr. Rainer Mutschler 3. März 2019 at 17:19 - Reply

      Es wird in der Wissenschaft immer mehr aufgedeckt,- man muss das dann in der Medizin nur anschauen und umsetzen! Wir im BMC Speyer machen immer diese Diagnostik mit, und wenn der Parasit beim patienten vorhanden ist, dann wird gründlich therapiert! Viele Wege führemn dabei zum Ziel und immer suchen wir pflanzliche und natürliche Wege,- Antibiose ist oft nicht mehr sinnvoll.
      Ganz bald wird es auch ganz neue Therapien bei uns geben, die sehr gründlich darin sin, Parasiten,dern Toxine und andere Toxische Stoffe und daraufhin entstandene entzündungsförderliche Zytokine und Chemokine aus dem Körper der Patiemnten zu eliminieren!

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