Hochdosis-Vitamin D-Therapie nach dem Coimbra-Protokoll

Der brasilianische Neurologe Dr. Coimbra fand heraus, dass bei Autoimmunerkrankungen, insbesondere bei der Multiplen Sklerose eine (wohl genetisch bedingte) Verwertungsstörung von Vitamin D3 vorliegen kann, wodurch die Wirkung von aktiviertem Vitamin D sehr stark vermindert sein kann — obwohl im Blut und im Gewebe ausreichend Vitamin D3 vorhanden ist. Häufig finden sich aber Vitamin D3-Spiegel, die weit unter der Norm liegen.

Vitamin D in seiner aktivierten Form und ausreichender Dosierung ist imstande das Immunsystem zu modulieren. Dies bedeutet, dass einerseits die pathologische (Auto-)Immunreaktion, die sogenannte Th17-Reaktion, unterdrückt wird, während andererseits die Fähigkeit des Immunsystems gegen Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen zu reagieren sogar verstärkt wird.

Durch Substitution von hohen Dosen an Vitamin D3 unter Einhaltung einer kalziumarmen Ernährung, ausreichender körperlicher Bewegung und ärztlicher Kontrolle kann die individuell benötigte Dosis ermittelt und eingestellt werden. Durch Korrektur der pathologischen Immunreaktion kommen Erkrankungen wie MS und weitere Autoimmunerkrankungen häufig zu einem Stillstand und – je nach Ausmaß der (neurologischen) Schäden – auch zu einer Rückbildung der Symptome.