Was ist Borreliose?

Das ist der medizinische Sammelbegriff für verschiedene bakterielle Infektionskrankheiten, die durch Borrelien verursacht werden. Nicht alle, aber die meisten dieser zur Gattung der Bakterien gehörenden schrauben- bzw. spiralförmigen Erreger, sind pathogen, das heißt, verursachen Krankheiten bei Tieren und Menschen. In Deutschland ist die sogenannte Lyme-Borreliose bisher aber die einzige bekannte, durch Borrelien verursachte Krankheit. Die auch Lyme-Krankheit genannte Infektion wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst und kann überall in Deutschland durch den Stich einer Zecke übertragen werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch hingegen findet nicht statt. Erkrankte selbst sind nicht ansteckend. Aufgrund der überall vorkommenden Borreliose-Überträger besteht trotzdem ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Gesundheit. Auf der anderen Seite darf die Gefahr an Lyme-Borreliose zu erkranken, aber nicht überbewertet werden. In Deutschland sind, je nach Region, nur etwa ein Drittel der Zecken überhaupt Überträger von Borrelien. Des Weiteren führt bei weitem nicht jeder Biss einer mit Borrelien befallenen Zecke zwangsläufig auch zu einer Ansteckung. Entsprechende Untersuchungen belegen, dass von 100 durch Zecken gestochene Personen, nur etwa eine an der Lyme-Borreliose erkrankt. Nach einem Zeckenstich dauert es auch ca. 1-2 Tage, bis die Borrrelien übertragen werden. Daher liegt das Infektionsrisiko bei frühzeitiger Entfernung der Zecke quasi bei 0. Besonders in Zeckengebieten (z. B. in Bayern und Baden-Württemberg) sollte man nach einem Waldspaziergang, einem Picknick auf der Wiese oder nach der Wald- oder Gartenarbeit, den Körper gründlich nach Zecken absuchen. Die kleinen Blutsauger lieben dünne und warme Hautstellen. Bevorzugte Einstichstellen sind die Kniekehlen, der Bauch- und Brustbereich, sowie im Schritt. Wird eine Zecke entdeckt, ist diese mit einer Pinzette (geeignet sind gekrümmte Splitterpinzetten) so nah wie möglich an der Hautoberfläche zu greifen und langsam und gerade aus der Haut herauszuziehen. Um zu vermeiden, dass der Zeckenstachel in der Haut verbleibt, darf der Zeckenkörper beim herausziehen nicht gedreht werden. Leichter tut man sich mit einem im Handel erhältlichen speziellen Zeckenentfernungsinstrument. Wobei im Vorfeld schon das Tragen geschlossener Kleidung oder insektenabweisende Sprays hilfreich gegen Zeckenstiche sein kann. Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Einstichstelle noch einige Wochen lang kontrolliert werden. Treten auffällige ringförmige Hautrötungen auf oder zeigen sich grippeähnliche Symptome, ist ein Besuch beim Arzt angesagt. Es besteht der Verdacht einer Borreliose-Infektion.

Symptome und Diagnose der Borrellioseerkrankung

Häufigstes Warnzeichen nach einem Zeckenstich ist der typische Hautausschlag, die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans). Sie tritt in etwa 90 % aller Fälle auf. Die Wanderröte ist eine mindestens 5 cm große ringförmige Hautrötung, in der Mitte etwas blasser als am Rand. Sie entwickelt sich 3 bis 30 Tage nach dem Zeckenstich und verbreitet sich von der Einstichstelle langsam nach außen aus. Vereinzelt treten neben grippeähnlichen Symptomen, Müdigkeit, Taubheitsgefühl, motorische Ausfälle, oder Wanderschmerzen an Gelenken und Knochen auf. Manchmal zeigen Betroffene gar keine Symptome und die Krankheit bleibt zunächst unentdeckt. Spätformen der Lyme-Krankheit können jedoch noch Monate oder sogar Jahre nach dem Zeckenstich auftreten und dann oft auch dauerhaft bleiben. Dazu zählen unter anderem Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis), Gesichtslähmungen, Seh- oder Hörstörungen, Ausdünnung der Haut (sog. Pergamenthaut) oder auch die besonders schmerzhafte Entzündung der Hirnhhaut und der Nerven im Rückenmark, der sogenannten späten Neuroborreliose. Letztere kommt bei etwa drei von 100 Erkrankten vor. Die konventionelle Medizin tut sich auch heute noch schwer mit der richtigen Zuordnung der unterschiedlichen Symptome der Lyme-Krankheit. Die Erkrankung zeigt sich oft mit unspezifischen Krankheitszeichen, was eine Diagnose verkompliziert. Eindeutig nachweisen lässt sich der Erreger aber durch entsprechende Antikörpertests. Mithilfe spezieller Borreliose-Tests (z. B. ELISA, Immunoblot) lassen sich im Blut des Patienten Antikörper gegen die Borreliose-Bakterien nachweisen. Ein positives Ergebnis für sich alleine ist aber nicht ausreichend für die Diagnose Borreliose-Erkrankung. Es kann nämlich sein, dass sich der Patient zu irgendeinem Zeitpunkt mit Borrelien infiziert hat. Dabei kann es sich um eine latente Infektion handeln, das heißt die Infektion mit Borrelien ist zu irgendeinem Zeitpunkt zwar unbemerkt erfolgt, aber nicht ausgebrochen. Für eine definitive Aussage, ob die Krankheit vorliegt oder nicht, kann auch ein positiver Borreliose-Bluttest immer nur zusammen mit weiteren typischen Borreliose-Beschwerden und der Vorgeschichte (z. B. Zeckenstich) des Patienten beurteilt werden. Eine Diagnose ist besonders in späteren Krankheitsstadien schwierig, da ein Borreliose-Bluttest auch dann noch positiv ausfallen kann, wenn eine zurückliegende Infektion, z. B. mithilfe des körpereigenen Immunsystems oder einer anderweitigen Antibiotikatherapie bereits wieder ausgeheilt ist. Selbst dann sind häufig noch Borrelien-Antikörper im Blut nachweisbar. Eine andere erprobte Methode um eine Borrelien-Infektion sicher nachzuweisen, ist der direkte Erreger-Nachweis, entweder durch Anzüchtung einer Bakterienkultur aus der Blutprobe des Patienten oder durch Nachweis des Borrelien-Erbguts. In letzterem Fall werden entsprechende Erbgut-Fragmente des Erregers mittels PCR (Polymerase-Kettenreaktion) vervielfältigt und dann nachgewiesen. Beide Testverfahren werden aber eher selten angewandt. Gängiger ist der Antikörpertest.

Behandlung der Borreliose-Erkrankung

Fakt ist, je früher die Infektion entdeckt wird, desto leichter ist sie mit Antibiotika zu behandeln. Die Behandlung mit Antibiotika (z.B. Doxycyclin oder Amoxicillin), ist die primäre Therapiemaßnahme bei einer diagnostizierten Borreliose-Erkrankung im akuten Stadium und führt in der Regel zu einer vollständigen Genesung. In den weiteren Phasen entsteht durch die Viren ein Biofilm der mit antibiotischen Mitteln nicht durchdrungen werden kann. Die Borrelien verkapselten sich und sind durch Antibiotika nur noch schwer zu bekämpfen. Mithilfe einer  Enzymtherapie, das sind bestimmten tierische oder pflanzliche Enzyme wird versucht diese Biofilme aufzulösen, um die einzelnen Bakterien wieder angreifbar zu machen. Viele Ärzte verlängern aber einfach die Antibiotikatherapie mit höheren Dosierungen, was mit erheblichen Nebenwirkungen einhergeht. Daher sind besonders in fortgeschrittenen chronischen Phasen andere Behandlungsmethoden gefragt. Ob Antibiotika, Homöopathie, Behandlung mit Heilpflanzen oder andere, für sich alleine ist keine Therapie geeignet um Borreliose im fortgeschrittenem Stadium effektiv zu bekämpfen. Am sinnvollsten hat sich die sogenannte ganzheitliche Therapie erwiesen. Ganzheitlich bedeutet das mehrere therapeutische Maßnahmen in Kombination angewendet werden, um die Borreliose-Krankheit erfolgreich zu bekämpfen. Die vollständige Gesundheit des Patienten bleibt dabei immer oberstes Ziel. Die ganzheitliche Therapie, wie sie beispielsweise im Biomedical Center Speyer seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert wird, beinhaltet unter anderem auch eine homöopathische Konstitution-Behandlung. Damit sollen die Selbstheilungskräfte der Patienten aktiviert und gestärkt werden. Auch das besonders bei Infektionskrankheiten bewährte Cowden Support Programm wird angewendet. Im Rahmen des Programms bekommt der Patient Wirkstoffe von 14 verschiedenen Heilpflanzen in Tropfen- und Kapselform entweder im Rotationsverfahren oder aber mindestens für einen Zeitraum von 9 Monaten verabreicht. Des Weiteren umfasst die Ganzheitsbehandlung auch Ozontherapien, hierbei insbesondere auch die innovative Multipass-Behandlung. Im Biomedical Center Speyer wird sowohl die akute als auch die chronische Lyme-Krankheit mithilfe der ganzheitlichen Therapie erfolgreich behandelt. Der ganzheitliche Ansatz, unter Einbeziehung von konventioneller Medizin, Naturheilverfahren und Pharmakologie, ist nach bisherigen Erfahrungen am besten geeignet um die Borreliose vollständig zu heilen.