Übersäuerung: Störung des Säure-Basen- Haushaltes

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Übersäuerung: Störung des Säure-Basen- Haushaltes2016-11-11T22:51:21+00:00

Säure-Basen-Haushalt


Unser Körper gleicht einem chemischen Laboratorium, dessen Aufgabe die Aufrechterhaltung seiner richtigen chemischen Balance ist. Schon eine kleine Abweichung in diesem feinen, komplexen Werk kann negative Folgen für unsere Gesundheit bedeuten.

Bei dem chemischen Gleichgewicht handelt es sich um das richtige Verhältnis zwischen Säuren und Basen. Der Säure-Basen-Haushalt wird im sog. pH-Wert ausgedrückt. Je niedriger der pH-Wert ist, desto säurehaltiger ist eine bestimmte Körperflüssigkeit (pH-Werte von 1 bis 6,9 sind sauer, pH7 ist neutral und pH-Werte ab 7,1 bis 14 sind basisch). Dank solcher Regelmechanismen wie Atmung, Kreislauf, Verdauung und Hormonhaushalt wird das Verhältnis zwischen Säuren und Basen unter Kontrolle gehalten.

Es gibt Bereiche im Körper, die sauer (z.B. Dickdarm, Magensaft, vaginale Flora) und solche, die basisch (Blut, Dünndarm, Zwischenzellflüssigkeit) sein müssen. Weichen jedoch die pH-Werte unter Einfluss störender Faktoren zu stark Richtung Säure oder Basen ab, so ist die Funktionstüchtigkeit dieser organischen Milieus und der in ihnen befindlichen Organe gefährdet.

Unsere Ess-und Lebensgewohnheiten führen heutzutage dazu, dass unser Säure-Basen-Haushalt viel häufiger zur Übersäuerung – also zu zu viel Säure- tendiert.

 

Warum ist Übersäuerung gefährlich für unsere Gesundheit?


Unser stresshaltiger Lebensstil und oft ungesunde, einseitige Ernährung begünstigen die chronische Übersäuerung des Organismus. Für den Abbau von Säuren und das Abführen von Schlacken verbraucht der Körper viel Energie, die im gesunden Säure-Basen-System für andere biologische Prozesse genutzt werden würde, z.B. für eine bessere Energieversorgung von Organen oder Ankurbelung von Stoffwechselprozessen.

Wie lange die Energie und Mineralstoffe des Körpers für die ständigen Entsäuerungsprozesse ausreichen, ist individuell durch den Lebens-und Ernährungsstil sowie die allgemeine Gesundheitsverfassung eines Menschen bedingt. Wenn der Pegel der Übersäuerung erreicht ist und die Entsäuerungsmechanismen den Säurenachschüben nicht mehr standhalten können, werden die Überschüsse statt aus dem Körper ausgeleitet -im Körper gelagert – im Gewebe und in Gelenken, vor allem in Zehen, Ellenbögen, Händen und Knien, wo sie Entzündungen und Schmerzen verursachen.

Es gibt keine Zellen und keine Organe in unserem Körper, die durch die chronische Übersäuerung nicht zerstört werden könnten!

Übersäuerung fördert in Folge von Zellschäden allgemeine Alterungsprozesse wie Falten und Cellulitis. Mit der Übersäuerung hängen auch diffuse Schmerzen und Schwellungen zusammen, als Folge von Wasserablagerungen im Gewebe, welche der Körper benötigt, um die überschüssigen Säuremengen zu lösen und zu neutralisieren.

Chronische Übersäuerung kann die Entwicklung von solchen Erkrankungen beschleunigen wie:


  • Arteriosklerose
  • Diabetes
  • Osteoporose
  • Tumore (Krebszellen vermehren sich besser im säuerlichen als im basischen Milieu)
  • Gelenkbeschwerden wie Arthrose und Arthritis (durch Ablagerung von überschüssigen Säurekristallen in Gelenken)
  • Übergewicht
  • Nierensteine (entstanden aus Säurekristallen, die in den Nieren abgelagert werden).
  • Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall können auch Folge einer Dauerübersäuerung sein, da die Abbauprodukte von Säuren in Blutgefäßen gelagert werden, wo sie Verengungen bilden und den richtigen Blutfluss beeinträchtigen.

Auch unsere psychische Gesundheit und kognitive Funktionen können unter Übersäuerung leiden. Es können sich folgende Beeinträchtigungen entwickeln:

  • chronische Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafprobleme
  • Anspannung
  • Überreiztheit
  • Depressionen

Mögliche Anzeichen einer Übersäuerung


  • Sodbrennen
  • Augenringe
  • Haarausfall, brüchige Nägel
  • Kopfschmerzen
  • schnelle Müdigkeit und Erschöpfung
  • Verdauungsprobleme
  • Übelkeit
  • Akne
  • schwache Abwehrkräfte
  • Schwindelgefühl
  • Augenflimmern
  • bitterer oder säuerlicher Geschmack im Mund
  • belegte Zunge

* * Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit




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