Borreliose – Diagnose und Therapie

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Borreliose – Diagnose und Therapie2017-03-29T14:58:17+00:00

Wir blicken in unserer Praxis auf viele Jahre mit einer erfolgreichen, ganzheitlichen und naturheilkundlich orientierten Therapie bei akuter und chronischer Lyme-Borreliose zurück. Das ist erwähnenswert, weil Borreliose eine schwer erkenn- und behandelbare Erkrankung ist, die viele unterschiedliche und unspezifische Beschwerdebilder auslösen kann. Die konventionelle Medizin scheitert meist an der Behandlung dieses Krankheitsbildes, wenn sie nicht sogar einige der Symptome gänzlich verleugnet. Unser ganzheitlicher Ansatz ist geeignet, den Körper der von akuter oder chronischer Borreliose Betroffenen Maßnahmen und Therapien aus der Naturheilkunde und der Pharmakologie so zu unterstützen, dass eine echte Heilung möglich ist.

Lyme-Borreliose

Die Erkrankung wird von Bakterien der Gattung Borrelien ausgelöst, daher ihr Name Borreliose. Unterschiedliche Arten dieser Bakterien sind in Europa verbreitet (Borrelia burgdorferi sensu stricto, B. garinii, B. afzelii und B. spielmanii). Sie gelangen meist durch einen Zeckenbiss in den Menschen, selten können aber auch andere Insekten Überträger sein. Lyme-Borreliose wird die Erkrankung genannt, da an dem amerikanischen Ort Lyme erstmals eine Verbindung zwischen den dort gehäuft auftretenden Gelenksentzündungen und Zeckenbissen entdeckt wurde.

Früher wurde in Mittel- und Nordeuropa die Verbreitung von Zecken und anderen Insekten durch periodisch wiederkehrende harte Winter deutlich begrenzt. Durch den Klimawandel kommt es in Mitteleuropa inzwischen seltener zu ausreichend langen Perioden mit sehr tiefen Temperaturen, sodass sich die Zecken und mit ihnen die Borrelien immer weiter nach Norden ausbreiten konnten. Hatten wir früher ausschließlich im Süden ein Problem mit infizierten Zecken, ist heute Mitteleuropa fast in seiner Gesamtheit Verbreitungsgebiet. Ähnliches gilt für andere Insekten, die als Überträger von Borrelien (und anderem s. u.) infrage kommen wie Sandfliegen, Läuse, Flöhe und die Tigermücke. Das Risiko, das von diesen Insekten in Mitteleuropa ausgeht, ist aktuell jedoch noch als gering einzustufen.

Was tun bei einem Zeckenbiss?

Hat eine Zecke zugebissen, sollte sie schnell herausgezogen werden, denn die Infektion geschieht nicht sofort sondern innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Festbeißen der Zecke. Beim Entfernen darf kein Druck auf die Zecke ausgeübt werden, denn dann werden die möglicherweise im Tier enthaltenen Borrelien – oder auch andere Erreger – in die Wunde gepresst Auch das früher benutzte Öl ist KEINESFALLS empfehlenswert, da die Zecke im Kampf gegen das Öl vermehrt Speichel abgibt. Dadurch würde das Infektionsrisiko deutlich erhöht. Am besten funktioniert die Entfernung mit einer dünnen, etwas eingekerbten Karte. Diese wird so zwischen die Zecke und die Haut geschoben, dass in der Kerb-Aussparung der Karte die Mundwerkzeuge des Tiers stecken. Mithilfe der Karte kann die Zecke dann gerade nach oben gezogen und damit entfernt werden. Es sollte innerhalb der nächsten 48 Stunden ein Arzt aufgesucht werden. Gerne können sie zu uns ins Biomedical-Center kommen, wir beginnen bei Ihnen umgehend mit der Antibiose und unserer ganzheitlichen unterstützenden Therapie

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Borreliose – Diagnostik

Es ist schwierig eine sichere Borreliose-Diagnose zu stellen. Besonders im Frühstadium nach dem Zeckenbiss hat das Immunsystem noch nicht ausreichend reagiert, um im Labor sichere Blutergebnisse zu erzielen. Hier kann die Erfahrung des Therapeuten von besonders hohem Wert sein.

Ein wichtiger Hinweis auf eine Infektion ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans), eine kreisförmige Rötung um die Stelle des Bisses, die bis zu einem Monat nach dem Biss noch auftreten kann. Leider zeigen jedoch längst nicht alle Patienten dieses lokale Symptom. Das Fehlen der

Wanderröte ist also KEIN sicheres Zeichen, dass keine Infektion stattgefunden hat. Daher sollten Sie nach JEDEM Zeckenbiss zur Abklärung zum Arzt gehen.

Eine Untersuchung der Zecke, die keine Borrelien im Tier auffindet, zeigt, dass keine Infektion stattgefunden haben kann. In diesem Fall ist keine borrelienspezifische Therapie nötig. Es können jedoch andere Erreger vorliegen (s. u.). Werden hingegen Borrelien in der Zecke gefunden, ist damit nicht gezeigt, dass eine Infektion des Betroffenen vorliegt, da unklar bleibt, ob eine (ausreichende) Übertragung stattgefunden hat. Eine Untersuchung der Zecke wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt.

Die Untersuchung der erregerspezifischen Antikörper (AK) direkt nach dem Biss ist wichtig, um zu bestimmen, ob bereits früher einmal eine Borrlieninfektion durchgemacht wurde. Ist dies der Fall, können bereits zu diesem Zeitpunkt AK gefunden werden. Somit kann auf diesem Wege eine frische Infektion nicht nachgewiesen werden. Liegen keine AK einer vergangenen Infektion vor, ist das spätere Auftreten von AK beweisend für eine neue Infektion mit Borrelien. Das Fehlen von AK ist jedoch leider kein Beweis für eine nicht erfolgte Infektion, denn die Untersuchungsmethode und Probenbehandlung kann sehr unterschiedliche Ergebnisse erbringen (falsch-positiv und falsch-negativ). Alleine diese Tatsache zeigt schon, wie schwierig die Labordiagnostik bei dieser Krankheit ist. Die Nachweise von AK im Blut werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Kassen sehen außerdem das Fehlen von AK als beweisend für eine nicht erfolgte Infektion an. So werden jedoch latente Borreliose-Erkrankungen übersehen und das Post-Lyme-Syndrom oft nicht anerkannt.

Spezifischer ist die Untersuchung des Lymphozyten-Transformations-Tests (LTT), die im akuten Stadium und nach der Therapie durchgeführt werden sollte. Bei diesem Test werden bestimmte Zellen des Immunsystems des Patienten (Lymphozyten) mit Borrelien in Kontakt gebracht und beobachtet. Vermehren sich die Lymphozyten schnell, liegt eine akute Infektion vor. Vermehren sie sich langsam, liegt keine Borrelieninfektion vor bzw. nach Ende der Therapie zeigt dies an, dass die Infektion vorüber ist. Die aktivierten Lymphozyten sind maximal sechs Wochen lang nach der Erstinfektion im Blut zu finden, daher eignet sich der Test nur für diesen Zeitraum. Ohne die Ergebnisse einer LTT in der akuten Phase kann später mit diesem Test der Erfolg der Therapie nicht sicher nachgewiesen werden. Der LTT ist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht bezahlt. Sie werden nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte in Rechnung gestellt.

Unsere Borreliose-Therapie

Unsere Therapie ist im Vergleich zu den bestehenden Leitlinien erheblich breiter angelegt. Wir bekämpfen nicht nur die Borrelien, sondern wir behandeln und unterstützen den betroffenen Patienten, seinen Körper, seine Organe und Zellen und ganz besonders sein Immunsystem. Die zu Beginn in der akuten Phase leider notwendige Antibiotika-Therapie begleiten wir mit speziellen Schutzmaßnahmen, damit die Nebenwirkungen so gering wie möglich gehalten werden können und diese Behandlungsphase erfolgreich abgeschlossen werden kann. In der herkömmlichen Medizin werden ausschließlich und langandauernd Antibiotika eingesetzt. Dabei kommt es häufig vor, dass die Patienten, denen es ja meist eh schon sehr schlecht geht, noch zusätzlich unter den Nebenwirkungen der Medikamente leiden. Diese Nebenwirkungen können so massiv werden, dass die Antibiotika abgesetzt werden müssen und deren Einnahme damit sinnlos war, denn Borrelien sind mit kurzen Antibiotika-Einsätzen nicht zu beseitigen. Ein Therapieabbruch wegen Nebenwirkungen kommt in unserer Praxis äußerst selten vor.

Die Maßnahmen, die wir im Allgemeinen bei der Borreliose-Therapie einsetzen, finden Sie in der folgenden Liste. Diese Maßnahmen werden auf Sie als Individuum speziell zugeschnitten und ggf. durch weitere notwendige oder empfehlenswerte Schritte ergänzt:

* Mikronährstoff-Gaben, damit Ihr Immunsystem alles hat, was es für seine Arbeit braucht.

o Mikronährstoffe sind z. B. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und manches mehr. Diese Stoffe werden von Ihren Körperzellen benötigt v.a. Ihr Immunsystem kann wieder besser arbeiten, wenn es „seine“ Nährstoffe bekommt. Welche in Ihrem individuellen

Fall fehlen, kann in einem Labor bestimmt werden. Mehr Informationen Mikronährstoffe

* Darm-Sanierung, denn der Darm ist Ihr wichtigstes Immun-Organ.

o Nur wenn Ihr Darm gesund ist, kann Ihr Immunsystem optimal funktionieren und das brauchen Sie als Borreliose-Betroffener unbedingt. Nur mit einem gesunden Darm können Sie richtig entgiften und bleiben bzw. werden wieder gesund. Ein gesunder Darm verrichtet klaglos seine Verdauungsarbeit, ernährt Sie gut und scheidet aus, was Sie nicht brauchen können. Mehr Informationen Darm

* Oxyvenierung (intravenöse Sauerstofftherapie), damit die Entzündung in Ihrem Körper schnell wieder unter Kontrolle kommt, Ihre Entgiftung gefördert wird und Ihre Durchblutung den Erreger möglichst überall auffinden lässt. Mehr Informationen Oxyvenierung

* Schwermetallausleitungen, denn eine (schleichende) Belastung mit Schwermetallen erschwert Ihrem Immunsystem die Arbeit stark. Mehr Informationen Schwermetalle

* Phytotherapie, mit vielfach erprobten Pflanzenextrakten, die es den Borrelien schwermachen sich weiter auszubreiten. Mehr Informationen Phytotherapie

* Photodynamische Therapie (PDT), die dem Körper mehr Energie gibt, um die Borrelien aufzuspüren und zu beseitigen. Mehr Informationen PDT

Und nicht zuletzt die

* Mitochondriale Medizin, die auf die regelgerechte Funktion Ihrer Zell-Energiekraftwerke abzielt, auf Ihre Mitochondrien. Die sind nämlich bei Borreliose meist stark belastet und verhindern damit die Heilung. Mehr Informationen Mitochondrien-Medizin

Sie interessieren sich für eine Borreliose-Therapie im Biomedical-Center? Melden Sie sich bei uns, wir stehen gerne für Sie bereit!

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Mögliche Co-Infektionen beachten

Kennen Sie den Spruch „Wer Läuse hat, kann auch Flöhe bekommen“? Gemeint ist, dass eine Erkrankung nicht heißt, dass keine andere zusätzlich vorliegen kann. Genau das ist bei Borreliose recht häufig der Fall, denn Borrelien sind nicht die einzigen Bakterien, die von Insekten übertragen werden können. Durch einen Zeckenbiss können z. B. auch Ehrlichien, Yersinien und andere Erreger den Menschen erreichen. Gerade bei den beiden erstgenannten kommt es bei einer Infektion zu Symptomen, die denen einer Borreliose sehr stark ähneln. Daher sollten bei entsprechenden Beschwerden immer auch andere Erreger mit abgeklärt werden. Uns im Biomedical-Center sind diese Mehrfach-Fälle gut bekannt, daher hören wir in der Diagnostik bei einer nachgewiesenen Borreliose nicht auf, wir suchen weiter. Und schon gar nicht hören wir nach einem negativen Borreliose-Befund bei bestehenden Symptomen auf zu suchen, denn „Der Patient hat immer recht!“ (Zitat Dr. B. Kuklinski), wenn er über Beschwerden berichtet – auch dann, wenn die Laborergebnisse (noch) keine Erklärung liefern. Gut ist, dass unsere umfassende Therapie auf den Patienten und sein Immunsystem abzielt, daher greift unsere ganzheitliche Therapie auch bei anderen Erkrankungen. Dennoch ist es gut zu wissen, mit welchen Erkrankungen es der Betroffen zu tun hat, um die Therapie-Einzelbausteine entsprechend auf ihn einstellen zu können. Sie haben eine Borreliose oder einen Zeckenbiss gehabt, leiden immer wieder unter Symptomen und wurden bisher nicht auf andere Erreger untersucht? Melden Sie sich bei uns, wir überprüfen das gerne für Sie und beraten Sie, welche therapeutischen Möglichkeiten sich in Ihrem Fall eignen.