Infektionsanfälligkeit im Herbst und Winter

//Infektionsanfälligkeit im Herbst und Winter

Infektionsanfälligkeit im Herbst und Winter

Infektionsanfälligkeit im Herbst und Winter

 

Unser Immunsystem lernt, ab dem Moment wo wir auf die Welt kommen…

Jeder Mensch besitzt eine angeborene Immunabwehr, die vom ersten Atemzug an durch die Konfrontation mit der Außenwelt kontinuierlich verbessert und trainiert wird. Das Besondere an diesem System ist, dass es gewonnene Informationen abspeichert und sich bei erneutem Auftauchen beispielsweise eines Virus, an dieses »erinnert« und es in kürzester Zeit unschädlich machen kann. Das Immunsystem lernt über das gesamte Leben hinweg. Aber leider nimmt nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter ab, auch das Immunsystem durchläuft einen Alterungsprozess. Erkältungen entwickeln sich oft stärker, die nachfolgende Erholungsphase verläuft langsamer, auch entartete Zellen können sich ungehinderter vermehren.

 

Was unser Immunsystem alles leistet….

In jeder Sekunde kämpfen Milliarden von Immunzellen im menschlichen Körper gegen Angriffe von verschiedensten Mikroorganismen. Die unterschiedlichen Immunzellen werden unter anderem als »Fresszellen« gegen Bakterien oder Pilze und »Killerzellen« gegen Viren eingesetzt. Unser Immunsystem ist eng mit dem Nervensystem und dessen Botenstoffen sowie den Hormonen vernetzt. Sobald sich diese drei großen Körpersysteme nicht in Balance befinden, verändert sich auch die Wirksamkeit der Immunabwehr. Das Immunsystem muss aber noch bedeutend mehr leisten. Es wehrt nicht nur Angriffe von außen ab, sondern schützt uns auch vor oxidativ veränderten oder abgetöteten Zellen im Inneren unseres Körpers und entsorgt diese möglichst rasch.

 

Woran erkennen wir, dass unser Immunsystem eventuell geschwächt ist?

  • Zunehmende Infekt-Anfälligkeit gegen Bakterien
  • Schleppende Erholung nach Infekten
  • Immer wieder aufflammende Virusinfekte
  • Immer wiederkehrende Pilzinfektionen
  • Schlechte Wundheilung
  • Allergien
  • Entzündliche Erkrankungen
  • Zellentartungen (Tumoren, Krebs)
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis
  • Zunehmende allgemeine Leistungsminderung
  • und Antriebslosigkeit
  • Gliederschmerzen
  • anhaltend fehlende Fieberentwicklung bei Infekten („Erkältung – seit Jahren kein Fieber mehr gehabt!“)

 

Wie kann ich mein Immunsystem stärken?
Die Wichtigkeit des körpereigenen Abwehrsystems wird einem besonders bewusst, wenn man häufig unter Infekten leidet. Aber wie kann ich mein Immunsystem dauerhaft stärken?

Das Immunsystem setzt sich aus einer Vielzahl von Abwehrzellen, Signalstoffen und Geweben zusammen und bildet eines der komplexesten Systeme in unserem Körper. Es ist dauerhaft in „Alarmbereitschaft“,  um schnellstmöglich eine Bedrohung bekämpfen zu können. Um diese Funktionen ausüben zu können, ist es auf bestimmte Faktoren angewiesen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Mit Hilfe einer ausgewogenen Ernährung, die wichtige Vitamine und Mineralstoffe beinhaltet, können Sie die Abwehrkräfte stärken. Darüber hinaus kann man die Stärkung des Immunsystems auch durch rezeptfreie Mittel aus der Apotheke oder einige Hausmittel unterstützen. Unsere Tipps in Kürze:

Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Grundlage für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Vitamine und Mineralstoffe
Ausgewählte Vitamine sind für die körpereigene Abwehrkraft unersetzlich. Während Vitamin C zum Beispiel als Radikalfänger fungiert, ist Vitamin A speziell für die Haut und Schleimhäute wichtig Vitamin D hingegen stärkt und steuert das Immunsystem. Auch Mineralstoffe üben wichtige Funktionen aus, die für eine schlagkräftige Abwehr wichtig sind und schützen die Körperzellen, für die Stärkung des Immunsystems zeigen Zink, Selen und Eisen Ihre besondere Wirkung.

Trinken Sie ausreichend! Durch Heizungsluft trocknen unsere Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum leider aus. Dadurch ist die natürliche Barriere für Viren und Bakterien eingeschränkt. Achten Sie daher unbedingt darauf, täglich mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken.

Bewegung an der frischen Luft: Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und hält unsere Schleimhäute feucht. 3 Mal pro Woche für eine halbe Stunde laufen oder walken reichen schon aus. Achten Sie in der feuchtkalten Jahreszeit auf geeignete Kleidung. Bei Anzeichen einer Erkältung sollten Sie keinen anstrengenden Sport mehr treiben!

Bloß kein Stress! Legen Sie nach Möglichkeit öfter mal eine kurze Pause, machen Yoga oder nehmen ein heißes Entspannungsbad. Versuchen Sie 8 Stunden pro Nacht zu schlafen, denn nur ein ausgeruhter Körper kann neue Antikörper produzieren.

Schlaf: Unsere Abwehrkräfte hängen eng mit der Qualität und der Dauer unseres Schlafes zusammen. Denn während wir schlafen, werden im Körper große Mengen an immunaktiven Stoffen ausgeschüttet und stärken unser Abwehrsystem.

Regelmäßig lüften: Durch Öffnen von Fenstern und Türen sorgen Sie für einen gesunden Luftaustausch. Wenige Minuten reichen schon, um frische, sauerstoffreiche Luft gegen alte virenreiche Luft aus geschlossenen Räumen auszutauschen.

Alkohol und Nikotin: Tatsächlich schwächen Alkohol und Nikotin das Abwehrsystem. Bei einem Rausch wird unser Immunsystem für mindestens 24 Stunden deaktiviert. Nikotin schwächt die Funktion bestimmter weißer Blutkörperchen stark ein, so dass es Krankheitserreger leichter haben.

Quellen:
https://www.lab4more.de
http://www.immunsystem-ratgeber.com
https://www.doppelherz.de

By |2017-11-10T12:19:08+00:00November 10th, 2017|Categories: Allgemein|1 Comment

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One Comment

  1. Heinz Kaufmann 18. Dezember 2017 at 14:42 - Reply

    Man kennt ja einige der Tipps, aber gut sie nochmal zu hören… also den inneren Schweinehund überwinden… merci 😉

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