Fettreiche Ernährung hilft bei Stress und Burnout

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Fettreiche Ernährung hilft bei Stress und Burnout

Wer unter Stress steht, der investiert meist nicht viele Gedanken in sein Essen. Schnell soll es gehen und nicht viel Arbeit machen, das ist den Betroffenen dann das Wichtigste. Kennen Sie das von sich auch? Doch gerade in stressigen Zeiten brauchen Sie gesunde und gute Nahrungsmittel, die Ihren Körper und Ihren Geist richtig versorgen können. Dafür sollten Sie sich immer etwas Zeit nehmen und darauf achten, dass Ihr Essen die richtige Zusammensetzung hat, damit Sie bei der starken Belastung unter der Sie stehen, Ihrem Körper alles geben, was er braucht. Die richtigen Fette spielen dabei eine Hauptrolle, denn sie sind unersetzbar für gute Nerven!

„Igitt – Fett! Das ist doch ungesund!“

Seit vielen Jahren wird die Nachricht verbreitet, dass Fett ungesund sei. Vor allem tierische Fette und das darin enthaltene Cholesterin standen auf der Liste der verbotenen Lebensmittel ganz weit oben. Cholesterin wurde als Hauptverantwortlicher bei der Entstehung von Arteriosklerose angesehen, bei der die Blutgefäße „verkalken“ und irgendwann verstopfen. Dann ist der Herzinfarkt oder der Schlaganfall da. Das will niemand – also wurden Fette und Cholesterin so weit wie möglich vom Speiseplan gestrichen und hohe Cholesterinwerte mit Medikamenten behandelt Ein zweiter Grund für fettarmes Essen war der Wunsch, nicht dick zu werden oder – sollte es schon soweit sein – Körpergewicht wieder zu verlieren. Dafür quälten sich die Betroffenen enorm. Gehören Sie auch dazu? Haben Sie schon häufiger fettarme Diäten gehalten oder auf cholesterinreiche Lebensmittel verzichtet? Dann sollten Sie jetzt umdenken, denn inzwischen kann man gut erkennen, dass diese Fett-ist-schuld-Theorie falsch ist: Die Menschen werden immer dicker und die Anzahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle ist auch nicht nennenswert gesunken. Stattdessen steigen die Zahlen derjenigen, die an Erschöpfung und Burnout leiden – ein Zufall?

Gute Fette, schlechte Fette

Die Meinung, dass Fett ungesund ist, wird auch weiterhin von vielen Menschen vertreten, leider sind auch viele Ärzte darunter. Dabei ist man inzwischen viel klüger geworden. Der menschliche Körper braucht Fette. Ganz besonders hohen Bedarf an Fetten haben die Nerven, die Augen und das Gehirn, denn sie sind zum großen Teil aus Fetten aufgebaut. Dafür kann der Körper viele seiner Fette – und auch sein Cholesterin – selbst bilden. Doch er braucht darüber hinaus Fette, die er nicht selbst bauen kann, die sogenannten essenziellen Fette. Die Wissenschaft spricht genauer von essenziellen Fettsäuren, die Bestandteil von bestimmten Fetten sind. Sie kommen vor allem in Pflanzenölen und in Fischöl (oder auch Algenöl) vor. Ohne diese Fettsäuren können Ihre Nerven nicht optimal arbeiten. Und andere Dinge funktionieren auch nicht gut: Ihr Immunsystem ist abhängig von diesen Fettsäuren, Ihre Blutgefäße werden weniger biegsam ohne und jede Zelle Ihres Körpers braucht diese Fettsäuren, damit Ihre Energieversorgung korrekt ablaufen kann (in den Kraftwerken der Zellen, den Mitochondrien). Und Energie, das ist ja genau das, was Ihnen und Ihren Nerven fehlt, wenn Sie unter Stress stehen, sich ausgepowert fühlen und womöglich einen Burn-out entwickeln. Nur mit den richtigen Fetten stellen Sie sicher, dass Ihr Immunsystem, Ihr Blut, Ihr Gehirn und Ihre Nerven gesund und widerstandsfähig bleiben – oder wieder werden können.

Mehr Fette, aber die richtigen sollen es sein

Welche Fette sind die richtigen? Zum Kochen und Braten sollte es vor allem Olivenöl sein. Dieses Öl enthält zwar nicht sehr viele essenzielle Fettsäuren, dafür hält es aber am besten von allen Ölen Hitze aus. Rauchen darf Olivenöl in Pfanne oder Topf jedoch nie, dann war es zu viel Hitze und das Öl ist nicht mehr gesund. Das zweite wichtige Öl für die Küche ist das Leinöl. Es sollte immer so frisch wie möglich sein, im Kühlschrank gelagert werden und auch nur zu kalten oder lauwarmen Speisen gegessen werden. Leinöl verdirbt leider sehr schnell, die meisten Leinöle, die man kaufen kann, sind bereits verdorben. Kaufen Sie Leinöl nicht, wenn es nicht gekühlt wurde. Leinöl ist gekühlt höchstens drei Monate haltbar. Wird es nicht gekühlt geht der Verderb noch viel schneller. Ein frisches Leinöl hat einen angenehmen nussigen Geschmack, ist geruchsneutral und hellgelb bis orange. Schmeckt es hingegen technisch bis scharf, ist dunkelbraun und riecht nach Lackfarben, dann ist es verdorben. Schütten Sie es weg oder nutzen Sie es zum Einölen von Holz, zum Essen ist es keinesfalls mehr geeignet. Weiterhin enthält Fisch aus kalten Gewässern gutes Fett. Essen Sie daher Kaltwasserfisch so oft Sie können und mögen – Ihre Nerven werden es Ihnen danken.
Darüber hinaus können Sie hin und wieder auch Öle von Nüssen und Saaten kalt nutzen: Kürbiskern, Haselnuss, Walnuss, Sonnenblumenkerne aber auch Mohn, Hanf und andere können Ihren Speiseplan erweitern. Nutzen Sie von diesen Ölen jedoch nicht allzu viel, denn sie enthalten Fettsäuren, die Entzündungen unterstützen. Leinöl und Fischöl hingegen helfen Entzündungen zu bremsen.

Bild: twinlili  / pixelio.de

 

By |2016-07-22T12:07:16+00:00März 3rd, 2015|Categories: Burnout, Ernährung, Psychische Gesundheit, Stress|0 Comments

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