Die wilde Welt der Bakterien in unserem Mund

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Die wilde Welt der Bakterien in unserem Mund

Der National-Zoo in Washington DC ist Heimat für rund 300 verschiedene Tierarten. Für Sie als Information: Gerade jetzt beherbergt Ihr Mund wahrscheinlich die gleiche Anzahl von Arten von Bakterien.

Mindestens 700 verschiedene Mundbakterien

Wissenschaftler der heutigen Zeit gehen sogar davon aus, dass es tatsächlich insgesamt mindestens 700 verschiedene Bakterienarten in Ihrem Mundraum gibt, und es finden sich täglich neue Arten. Gerade einmal die Hälfte dieser Bakterienarten hat bereits einen eigenen Namen.

Der erste Mensch, der orale Bakterien gesehen und auch beschrieben hat, war der niederländische Wissenschaftler Antonie van Leeuwenhoek, der nicht über eine wissenschaftliche Ausbildung im landläufigen Sinne verfügte, aber die ersten Mikroskope zusammenbaute und damit auch seine Entdeckungen machte.

Obwohl nur von Hand geschliffen, waren die Lupen in seinen Mikroskopen außergewöhnlich leistungsfähig und ermöglichten bereits damals eine 200-fache Vergrößerung.

Unter anderem untersuchte er im Jahre 1683 Placque-Proben aus dem Mundraum älterer Männer, die niemals ihre Zähne geputzt hatten. In diesen Proben entdeckte er eine Vielzahl von „kleinen Tierchen“, heutzutage bezeichnen wir diese als Bakterien.

Auch noch im Jahr 1929 bezeichnete der Zoologe Charles A. Kofoid diese als „tierische Parasiten“ und beschrieb die Zusammenhänge zwischen deren Vorkommen und Zahnerkrankungen.

Nicht alle Bakterien sind schlecht

Apropos Erkrankung – nicht immer sind Bakterien schlecht für unsere Gesundheit, sondern es gilt eine gesunde Balance aller Bakterien.

Zähneputzen ist wichtig für unsere Gesundheit, aber der Einsatz von antibakteriellem Mundwasser sollte vermieden werden, denn hiermit werden alle Bakterien und Mikroben beseitigt, die guten gesunden und die schlechten.

Für Sie gilt also:

Eine gute Zahnhygiene, also regelmäßiges Putzen und der Einsatz von Zahnseide ist wichtig, vor allem wenn Sie bedenken, dass z. B. 10% aller amerikanischen Erwachsenen zwischen 50 und 64 Jahren keine eigenen Zähne mehr haben, wahrscheinlich durch ihre schlechte Mundhygiene.

Weiterhin führt die schlechte Zahnhygiene zu Mundgeruch, Zahnfleischerkrankungen, Herzerkrankungen und vielem mehr.

Wissenschaftler am Luzhou Medical College in China beobachteten z. B.  auch erektile Dysfunktionen bei Teilnehmern ihrer Experimente, die allesamt an Zahnfleischerkrankungen litten.

Vergessen Sie also nicht, Ihre Zähne regelmäßig, und vor allem vor dem Schlafengehen, zu putzen.

By | 2016-07-22T13:08:35+00:00 Dezember 18th, 2015|Categories: Ganzheitliche Zahngesundheit, Mikrobiom|0 Comments

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