Chelat-Therapie

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Chelat-Therapie2016-11-11T19:53:38+00:00

Die Chelat-Therapie ist eine wichtige Methode zur Unterstützung der Körperentgiftung. Sie richtet sich ausschließlich gegen Metalle im Körper des Patienten, z. B. (Schwer-)Metalle wie Quecksilber, Blei, Silber, Arsen, Kadmium, Nickel, Kupfer, Aluminium, Zinn, Zink, Eisen u.a. Quelle solcher Metallbelastungen können verschiedene Ursachen haben, z. B. Rauchen, Zahnbehandlungen, Umgang mit Metallen bei Arbeit oder Hobby, Belastung von Nahrung, Getränken und der Atemluft u. a. m. Inzwischen gehen auch offizielle Gesundheitsstellen davon aus, dass jeder Mensch chronische Metallbelastungen in sich trägt, die mit steigendem Alter zunehmen.

Der menschliche Körper ist bis zu einem gewissen Grad auf Metalle in seinem Stoffwechsel eingestellt (einige benötigt er sogar unbedingt dafür, z. B. Eisen, Zink, Kupfer u.a. Spurenelemente). Daher hat er spezielle Entgiftungsmöglichkeiten entwickelt. Werden diese jedoch durch zu große Metallmengen dauerhaft überfordert oder ist die Entgiftungsfähigkeit beim einzelnen Patienten individuell nur schwach ausgeprägt, kommt es zu chronischen Vergiftungen.


Chelatbildner sind Substanzen, die in der Lage sind, Metalle zu „fangen“ und festzuhalten. Kommen Chelatbildner in den menschlichen Körper, können sie dort eine Metallbelastung reduzieren indem sie die Metalle „fangen“, festhalten und als Metall-Chelatbildner-Komplex über Stuhl und Urin aus dem Körper ausleiten. Eine gute Nierenfunktion muss dafür im Vorfeld und im Verlauf einer Chelat-Therapie überprüft werden.

Eine unerwünschte Wirkung der Chelat-Therapie ist das „Wegfangen“ von lebensnotwendigen Mineralstoffen und Spurenelementen. Um möglichen Mängeln vorzubeugen ist vor und während der Behandlung eine gute Versorgung mit diesen Vitalstoffen sicherzustellen.

Bekannte Chelatbildner sind:

  • EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure)
  • DMSA (Dimercaptobernsteinsäure)
  • DMPS (Dimercaptopropansulfonsäure)

Ablauf einer Chelat-Therapie-Behandlung:

Bei der Chelat-Therapie bekommt der Patient mehrere Infusionen: verschiedene Vitalstoffe zur Unterstützung der Entgiftungsfunktionen und um Mängel vorzubeugen sowie die eigentlichen Chelatbildner. Dabei sitzt der Patient bequem in einem Sessel, bekommt in eine Armvene eine Kanüle eingeführt, die über einen Schlauch mit einem Beutel mit der Infusionslösungen verbunden wird.

Die Lösungen werden langsam in die Vene abgegeben, daher dauert eine solche Infusionssitzung etwa 1-bis 1,5 Stunden.

Zu einer Chelat-Therapie gehört außerdem immer auch das Aufspüren und die weitestmögliche Beseitigung der Belastungsursachen. Dies geschieht über das Arztgespräch, in dem mit dem Patienten gemeinsam nach erfahrungsgemäß häufigen oder auch selteneren Quellen gesucht wird und ggf. mögliche belastungsarme Alternativen aufgezeigt werden.

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