Histaminarme und histaminreiche Lebensmittel

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Histaminarme und histaminreiche Lebensmittel 2016-11-11T22:47:05+00:00

Zunächst ein paar Faustregeln:

So vermeiden Sie zu viel Histamin in Ihrem Essen


  • Je länger ein Nahrungsmittel gelagert oder gereift ist, desto mehr Histamin und andere biogenen Amine enthält es.
  • Um Histamin und andere biogenen Amine zu vermeiden, sollte man möglichst frische Lebensmittel und Rohstoffe wählen und kochen.
  • Die Nahrungsmittel und Speisen sollen schnell verwendet werden.
  • Die mehrmalige Aufwärmung ist ebenso zu vermeiden.
  • Histamin wird durch das Kochen, Grillen, Braten oder Backen nicht zerstört.
  • Histaminreiche Getränke sind besonders zu vermeiden, denn Histamin wird besser in Flüssigkeiten resorbiert.
  • Keine Lebensmittel mit Zusatzstoffen wie z.B. Glutamate, Benzoate, Farbstoffe, Sulfite, Nitrite
  • Konserven strikt meiden.

Diese Lebensmittel sind histaminarm


Ein Apfel auf einer Hand, welche Lebensmittel sind histaminarm?

  • alle Fleischarten frisch oder tiefgefroren – Ausnahme: Schweinefleisch
  • frische, wenig verarbeitete Wurstware, Kochschinken, Putenschinken
  • Fisch frisch und tiefgefroren wie Zander, Seezunge Petersfisch, Dorsch
  • Gemüse: Kartoffeln, Mais, Karotten, Lauch, Blumenkohl, Broccoli, Erbsen, Kohl, Zuccini, rote Bete, Kürbis, Zwiebelgewächse, Gurken, Paprika, Blattsalate, Gemüsemais, Radieschen, Spargel, Mangold, Paprika
  • Milchprodukte: Milch, Joghurt, Frischkäse, Buttermilch, Sauerrahm, Schlagsahne, sehr junger Käse, Butter
  • Getreide: Reis, Mais, Dinkel, Haferflocken, Quinoa
  • Obst: Äpfel, Heidelbeeren, Kirschen, Johannisbeeren, Aprikosen, Melonen, Nektarinen, Pfirsiche, Mango, Litschi, Khaki, Rharbarber
  • Mandeln, Mohn, Kokos
  • Gewürze, Kräuter

Wichtig: die Liste ist nicht abschließend und darf bei vorliegender Histaminintoleranz keine fachliche Ernährungstherapie /Ernährungsberatung ersetzen.

 

Diese Lebensmittel und Substanzen erhöhen die Histaminwerte


Zitrusfrüchte aufgegabeltNahrungsmittel, die selbst Histamin enthalten


  • Schweinefleisch, geräuchertes Fleisch
  • Wurst, vor allem Salami, roher Schinken, Innereien
  • viele Fischarten, z.B. Hering, Makrele, Sardelle, Thunfisch, Sardinen, Gold-und Flußbarsch, Karpfen, Forelle, Aal, Pangasius
  • Meeresfrüchte
  • Hartkäse
  • Lebensmittel mit langer Lagerungszeit
  • konservierte, eingelegte Nahrungsmittel, z.B. Sauerkraut, Essiggurken, Fischkonserven
  • geräucherte: Fleisch, Fisch, Würste
  • Fertigprodukte
  • Bohnen und Hülsenfrüchte
  • Sojaprodukte
  • Weizenprodukte (obwohl sie werden manchmal gut vertragen)
  • Hefe
  • einige Obstsorten, darunter Erdbeeren, Himbeeren, Bananen, Birnen, Kiwi, alle Citrusfrüchte
  • einige Gemüsesorten, darunter Spinat, Aubergine, Avocados, Sauerkraut
  • Kekse
  • Wein, insbesondere Rotwein
  • Wein-, Tafel-, Apfelessig

Histaminliberatoren (Substanzen, die Histamin im Körper freisetzen)


  • bestimmte Medikamente
  • bakterielle Gifte
  • Insektengifte, Schlangengifte
  • physikalische akute Empfindungen, wie Kälte, Hitze, Druck, Reiben etc.
  • folgende Nahrungsmittel: Kakao und Schokolade, Erdbeeren, Papaya, Ananas, Hülsenfrüchte, Nüsse, Tomaten

Mittel, die DAO-Enzyme hemmen


Kakao in einer SchüsselBeispiele von Lebensmitteln, welche die histaminregulierende Rolle der DAO-Enzyme beeinträchtigen und dadurch zum Histaminüberschuss führen können.

  • bestimmte Medikamente
  • Alkohol
  • Energy-Drinks
  • Tee (schwarzer, grüner, Mate-Tee)
  • Kakao

Andere biogene Amine


Histamin gehört zur Gruppe der biogenen Aminen. Amine sind Substanzen, die infolge von dem enzymatischen Stoffwechsel bei Menschen, Tieren und Pflanzen gebildet werden. Folgende biogene Amine werden noch vor Histamin vom DAO-Enzym abgebaut, z.B

  • Dopamin,
  • Adrenalin,
  • Noradrenalin,
  • Serotonin,
  • Tartracin (in Gummmibärchen),
  • Tyramin (in Käse, Hefe, Schokolade)

Wichtig: die Liste ist nicht abschließend und darf bei vorliegender Histaminintoleranz keine fachliche Ernährungsberatung ersetzen.