Akupunktur

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Akupunktur2016-11-10T16:30:49+00:00

Die Akupunktur ist eine jahrtausendealte Heilmethode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie orientiert sich an den in der asiatischen Heilkunde postulierten Energiebahnen (Meridianen). Diese verlaufen durch den gesamten menschlichen Körper und verteilen nach Auffassung der asiatischen Heilkunde die Lebensenergie „Qi“. Bei Erkrankungen ist dieser Energiefluss blockiert. Mithilfe der Akupunktur wird der Fluss des Qi wieder ermöglicht und die Heilung eingeleitet.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben inzwischen verschiedene im Labor messbare Effekte sowie Verbesserungen bei diversen Erkrankungen durch Akupunktur nachgewiesen. Das hat zu einer breiteren Akzeptanz dieser Methode in der konventionellen Medizin geführt. Eine vollständige Aufklärung des Wirkmechanismus der Akupunktur mit wissenschaftlichen Methoden ist jedoch bisher noch nicht geglückt.

Bei einer Akupunktur werden sterile, stark biegsame, dünne Nadeln unterschiedlicher Länge in bestimmte Punkte auf den Meridianen gestochen. Der Einstich wird in den meisten Fällen kaum bemerkt. Nach dem Setzen der Nadeln ist die Akupunktur völlig schmerzfrei. Ausnahmen können zusätzliche Stimulierungen sein, die der Therapeut durch vorsichtiges Bewegen (Drehen oder Gegenklopfen) der Nadeln erzeugt. Der Therapeut hat die zu stechenden Punkte im Vorfeld der Behandlung entsprechend der Beschwerden und Diagnosen des Patienten ausgewählt. Im Allgemeinen beträgt die Anzahl der gestochenen Punkte je Sitzung zwischen 10 und 15, kann aber auch darüber liegen.

Akupunktur ermöglicht eine tiefgreifende, heilende Stimulation aller Körpersysteme und kann damit positiv auf die allgemeine Regulationsfähigkeit des Patienten einwirken. Insbesondere bei diversen Schmerzzuständen stellt sie eine sehr wirkungsvolle Therapiemöglichkeit dar.


Ablauf der Akupunktur-Behandlung:

Der Patient setzt oder legt sich für eine Akupunktur bequem hin. Je nach zu stechenden Punkten werden die benötigten Körperareale von Kleidung befreit. Der Therapeut sticht und stimuliert gegebenenfalls die ausgewählten Punkte. Danach ruht der Patient mit den Nadeln zwischen 15 und 30 Minuten. Anschließend werden die Nadeln entfernt.

Neben einer solchen Sitzung ist es auch möglich, sogenannte Dauernadeln zu setzen. Dabei handelt es sich um sehr kurze Nadeln, die stabil an einem kleinen Pflaster befestigt sind. Sie werden vom Therapeuten in die ausgewählten Meridianpunkte gesetzt und verbleiben dort mehrere Tage, meist bis sie sich von selbst herauslösen.
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